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Inhaltsverzeichnis

Erinnern und Lernen

Geschichte ist kein Fall fürs Museum, sie ist ein Schlüssel zur Zukunft. Erinnern bedeutet zugleich die Aneignung der eigenen Vergangenheit als ein Mittel gegen das (kollektive) Verdrängen und Vergessen. Wer sich erinnert, hat die Chance, aus der Geschichte zu lernen.

Solingen

Führung über den jüdischen Friedhof

Der jüdische Friedhof in Solingen ist einer von ca. 2.400 jüdischen Begräbnisstätten in Deutschland. Heute dienen diese vielfach auch als Quelle der Kultur-, Sozial- und Religionsgeschichte. Durch ihre Nutzung als lokale Geschichtsquelle haben sich die jüdischen Friedhöfe darüber hinaus zu einem bedeutenden Lernort entwickelt, der mittlerweile auch im öffentlichen Bewusstsein fest verankert ist.

Der jüdische Friedhof in Solingen wird bereits um 1718 erwähnt; der älteste erhaltene Grabstein stammt aus dem Jahr 1820. Die letzte Beerdigung fand im April 1941 statt. Nach der Zerstörung der Synagoge im November 1938 ist der Friedhof das einzige und letzte öffentlich sichtbare Zeugnis jüdischer Religion und Kultur in Solingen. Im Spätherbst 1987 übernahm die Gesamtschule Solingen die Patenschaft über den jüdischen Friedhof. Seitdem wird der Friedhof von einer Arbeitsgemeinschaft junger Schüler*innen betreut und gepflegt. Die Führungen über den jüdischen Friedhof am Estherweg stehen unter der Leitung von Simone Sassin, der aktuellen Leiterin der AG, und Michael Sandmöller, dem ehemaligen Leiter.

Treffpunkt für die Führungen ist das Friedhofstor am Estherweg. Männliche Besucher werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Michael Sandmöller 17.5.20 1* So: 11:00-12:30 (SG-Mi) Mummstraße 10
Google Maps
Auswärts 10-5295s@120
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
Einzeltermine hier anzeigen
 

Wuppertal

Visionen der gerechten Gesellschaft

Sozialethische Grundsätze des Judentums

„Leute, auf deren Freundschaft ich stolz bin, und alles Juden!“ - Friedrich Engels in einem Brief aus London an Isidor Ehrenfreund in Wien im April 1890. Gerechtigkeit, Weisheit, Augenmaß - und der Glaube an den Menschen: Ungefähr so könnte man die Emotionen hinter den sozial- und wirtschaftsethischen Grundsätzen des Judentums charakterisieren. Seit ihrem Ursprung in den Erfahrungen des mosaischen Staats bewahrt sich die jüdische Sozialethik den Blick auf das Wohl der Menschheit insgesamt. In der Epoche der Industriellen Revolution verhinderten Antisemitismus und Judenhass, dass dieser Blick sich durchsetzen konnte. Dennoch schlugen sich jüdische Leitideen in der Geschichte der Arbeiterbewegung und des Sozialismus nieder. Angesichts unabweisbarer Krisen können sie heute erneut wertvolle Anregungen geben - außerhalb aller –ismen. Vortrag mit Diskussion und musikalischen Einlagen in Kooperation mit dem Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Jobst Paul 28.4.20 1* Di: 19:00-21:15 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
A011
10-0400w@120
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
Einzeltermine hier anzeigen
 

Leben in Trümmern

Deutschland 1945-1949

Mit der Kriegswende von Stalingrad (Winter 1942/43) rief Goebbels den „totalen Krieg“ aus und gab den Durchhaltefilm „Kolberg“ in Auftrag. Aber durch Propaganda war die Invasion der Alliierten nicht zu stoppen. Alliierte Bombenangriffe verwandelten die Großstädte bis zur bedingungslosen Kapitulation in Trümmerlandschaften. In den zerbombten Städten ging es während der Besatzungszeit nur ums Überleben: Auf „schwarzen“ und „grauen Märkten“ versorgte man sich so gut es ging mit Notwendigem. Und die Städter tauschten Haushaltswaren bei den Bauern auf dem Lande gegen Kartoffeln ein. Männer und Frauen versuchten, sich mit den alliierten Soldaten zu arrangieren. Deutschland wurde zum Land der „kleinen Abenteuer“. Erst mit der Währungsreform (1948) veränderte sich diese chaotische Situation. Wie sich das alles in den damaligen Medien – allen voran dem „Trümmerfilm" – spiegelt, zeigt die Veranstaltung. Der Eintritt ist frei. Es gilt das Prinzip „Pay what you like“.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Torsten Reters 14.5.20 1* Do: 19:00-21:15 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
B220
10-0902w@120
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
Einzeltermine hier anzeigen
 

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