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Inhaltsverzeichnis

Personen, Ereignisse, Strukturen

Der Zusammenhang von Ereignisgeschichte, Struktur- und erlebter Geschichte steht im Vordergrund des Themenschwerpunktes. Gefragt wird nach den Ursachen und strukturellen Zusammenhängen der "großen" Ereignisse, nach historischen Prozessen und den Kontexten des Handelns von Persönlichkeiten in der Geschichte: "Menschen machen die Geschichte nicht aus freien Stücken - aber sie machen sie selbst."

Solingen

Humboldt und Darwin:

der Romantiker und der Realist

Alexander von Humboldt und Charles Darwin sind wohl die bekanntesten Naturforscher des 19. Jahrhunderts. Auf seinen abenteuerlichen Reisen machte von Humboldt viele Entdeckungen, die ihn als ersten dazu veranlassten, die Natur als ein ökologisches System zu begreifen. Seine anschaulichen und spannenden Berichte machten ihn weltberühmt. Auch der junge Charles Darwin war von der Lektüre dieser Berichte begeistert und wurde so inspiriert, selbst zum Forscher zu werden. Humboldt hatte die Natur vor allem beschrieben und klassifiziert, mit seiner Evolutionstheorie wagte sich Darwin einen Schritt weiter und er begann, die Natur zu erklären.

Dr. Ulrich Morgenroth ist Direktor des Deutschen Schloss- und Beschlägemuseums in Velbert.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
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Dr. Ulrich Morgenroth 8.9.20 1* Di: 18:30-20:00 (SG-Mi) Mummstraße 10
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322, Forum
10-5207s@220
0.00 €
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Lesung: Vaterland, wo bist Du?

Roman nach einer wahren Geschichte, mit der Autorin Annette Oppenlander

Die Kindheit und Jugend ihrer Eltern im Krieg und im Nachkriegsdeutschland stehen im Mittelpunkt des historischen Romans „Vaterland, wo bist Du?“, den die deutsch-amerikanische Autorin Annette Oppenlander zunächst auf Englisch unter dem Titel „Surviving the Fatherland“ publizierte. Frau Oppenlander, wie ihre Eltern Lilly und Günter in Solingen aufgewachsen, verknüpft im Roman fiktionale Elemente mit den realen Biographien ihrer Eltern, die sie gewissermaßen im Rahmen eines familiären „Oral History“-Projektes, einer intensiven und systematischen Befragung der Eltern zu ihren Erlebnissen in der Zeit zwischen 1940 und 1953 in Solingen, rekonstruierte und durch intensive Archivrecherchen, auch im Solinger Stadtarchiv, absicherte. Es entsteht das Bild von Jugendlichen, die schon früh mit den Schrecken des Krieges konfrontiert wurden und sich den sinnlosen Durchhalteparolen und Maßnahmen des Regimes zu entziehen suchten. Doch die seelischen Verletzungen und Geheimnisse aus der Zeit des Krieges blieben in der Nachkriegszeit wirksam, auch nachdem Lilly und Günter 1949 zueinander fanden. Frau Oppenlander legt ihre Erzählung jetzt auch in deutscher Übersetzung vor und stellt sich ihrem Solinger Publikum.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

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Annette Oppenlander 25.9.20 1* Fr: 17:00-18:30 (SG-Mi) Mummstraße 10
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Frauenemanzipation in der Weimarer Republik

Die Zwanziger Jahre faszinieren und halten uns gleichzeitig einen Spiegel vor, sowohl frauen- als auch gesamtpolitisch.

60 Jahre Kampf für Frauenrechte brachten in Deutschland mit der Einführung des aktiven und passiven Wahlrechts einen ersten Erfolg. 1919 durften Frauen dieses Wahlrecht zum ersten Mal ausüben. In den folgenden Jahren feierten die „neuen Frauen“ in den Großstädten, insbesondere in Berlin, ihre bis dato nicht gekannten Freiheiten. Sie entledigten sich des wilhelminischen Korsetts, sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinn. Die „neue“, städtische Frau war tagsüber berufstätig, ging abends feiern und lebte ihre Sexualität auch außerhalb der Ehe aus. Dabei waren die Grenzen zwischen Hetero-, Bi- und Homosexualität, auch unter Männern, fließend.

Die junge Republik war aber auch durchsetzt von diversen Gegensätzen; progressive Bewegungen stießen auf traditionalistische Gegenbewegungen. Die Weltwirtschaftskrise im Jahr 1929 und das Erstarken der NSDAP markierten den Anfang vom Ende der Weimarer Republik. Damit war (vorläufig) das Ende eingeläutet für das Jahrzehnt der emanzipierten Frauen.

Isabel Busch ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Haus der FrauenGeschichte Bonn.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

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Isabel Busch 5.10.20 1* Mo: 18:30-20:45 (SG-Mi) Mummstraße 10
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Die Agrarrevolution:

die Revolution vor der Industriellen Revolution

Kaum eine Entwicklung hat die Lebensweise der Menschen so nachhaltig verändert wie die Epoche der Industrialisierung. Weniger bekannt ist, dass der Industrialisierung eine „Landwirtschaftsrevolution" vorausging, die die Grundlagen für die nachfolgende „Industrielle Revolution" legte. Da dadurch weniger menschliche Arbeitskraft für die Produktion von Nahrungsmitteln nachgefragt wurde, konnten die neu verfügbaren Arbeitskräfte nun in der Produktion von Gütern in den Manufakturen und entstehenden Fabriken eingesetzt werden.

Dr. Ulrich Morgenroth ist Direktor des Deutschen Schloss- und Beschlägemuseums in Velbert.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

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Dr. Ulrich Morgenroth 8.10.20 1* Do: 18:30-20:00 (SG-Mi) Mummstraße 10
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Überwachung, Verfolgung, Mord - Die Solinger Gestapo

Über die konkrete Verbrechensgeschichte der Solinger Gestapo ist bis heute wenig bekannt

Anhand neuer Forschungen wird der Historiker Stephan Stracke in seinem Vortrag die Arbeitsweise der Gestapo-Nebenstelle Solingen im Kontext des umfassenden Netzwerks der Verfolgung erläutern und die handelnden Akteure, die Gestapobeamten und –angestellten, vorstellen.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

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Dr. Stephan Stracke 27.10.20 1* Di: 18:30-20:45 (SG-Mi) Mummstraße 10
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März 1920: Militärputsch - Generalstreik - Revolution

Am 13. März 1920 putschten in Berlin Militärs unter der Führung von General Walther von Lüttwitz und mit Unterstützung von Erich Ludendorff gegen die gewählte demokratische Regierung unter Gustav Bauer (SPD), die daraufhin fliehen musste.

Mit einem Generalstreik – dem größten in der deutschen Geschichte – widersetzte sich die arbeitende Bevölkerung der drohenden Militärdiktatur. In den Zentren der Arbeiterbewegung, vor allem in Westdeutschland, kam es zu bewaffnetem Widerstand gegen die militärische Konterrevolution. Die Rätebewegung und der Kampf um die sozialistische Revolution flackerten so noch einmal auf.

Diese dramatischen Ereignisse im Frühjahr 1920 haben den Weg ins kollektive Gedächtnis nicht gefunden und sind heute weitgehend vergessen, obgleich es sich um einen Schlüsselmoment für das Verständnis der Weimarer Republik und für ihr Scheitern handelt.

Ralf Rogge (Leiter des Stadtarchivs Solingen) beleuchtet in seinem Vortrag die besondere Rolle Solingens im Widerstand gegen den sogenannten Kapp-Putsch.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

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Ralf Rogge 16.11.20 1* Mo: 18:30-20:00 (SG-Mi) Mummstraße 10
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10-5111s@220
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„Ein wüstes Chaos vor der Seele."

Friedrich Engels und die Erzählung von der "gescheiterten Revolution1848/49

Der Vortrag beschäftigt sich am regionalhistorischen Beispiel des „Elberfelder Aufstandes“ vom Mai 1849 mit der Relevanz einer „großen“ Erzählungen deutscher Geschichte: der gescheiterten bürgerlichen Revolution 1848/49 und mit der (aktiven) Rolle von Friedrich Engels in diesem Zusammenhang. Die Ereignisse zwischen dem 7. und 19. Mai werden neben dem zeitgleichen Dresdener Aufstand und der Volkserhebung in Baden und in der Pfalz zu den bedeutendsten Widerstandsaktionen zur Verteidigung der liberal-demokratischen Reichsverfassung gezählt. In seiner polemischen Abrechnung als gleichsam teilnehmender Beobachter leistete Engels einen wesentlichen zeitgenössischen Beitrag zu diesem langlebigen Narrativ. Der Vortrag rekonstruiert das episodische Geschehen in der Schlussphase dieser Revolution als Teil der sogenannten Reichsverfassungskampagne, skizziert die verschiedenen Akteure des Elberfelder Aufstands, ihre Widersprüche und Überforderungen, thematisiert die Modernisierungspotenziale, wie sie sich in diesem tollen Jahr auf den Handlungsebenen der Revolution auch lokal abbildeten, und setzt Friedrich Engels‘ Analyse auf den Prüfstand.

Dr. Detlef Vonde ist Historiker und leitete viele Jahre lang den Fachbereich für Politik, Geschichte, Umwelt an der Bergischen VHS in Wuppertal.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

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Dr. Detlef Vonde 27.11.20 1* Fr: 18:00-19:30 (SG-Mi) Mummstraße 10
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322, Forum
10-5210s@220
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Wuppertal

Drachen, Monster und sagenhafte Könige

Das Mittelalter als Zeitalter des Postfaktischen

Das „postfaktische Zeitalter“ sei angebrochen, kann man lesen. Wer so spricht, glaubt, dass vorher immer die Wahrheit gesagt wurde. Es suggeriert einen Wahrheitsanspruch, den es eigentlich, vor allem im Politischen, nie gab. Eine Epoche, in der das produzieren alternativer Fakten für die Herrschaft wichtig war, ist das Mittelalter. Der Vortrag begibt sich auf die Suche nach Fakten, Wahrheiten und Erfundenem aus dem Mittelalter und fragt, ob uns das Wissen darüber helfen kann, heute besser damit umzugehen.

Der Eintritt ist frei. Es gilt das Prinzip "Pay what you like." (=Zahle, was Du magst.)

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

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Heiko Schnickmann 13.8.20 1* Do: 19:00-20:30 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
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B220
10-0515w@220
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Die Welt (der Arbeit) zur Zeit des Friedrich Engels. Eine globale Geschichte

mit Prof. Marcel van der Linden (Amsterdam)

Wie haben die Menschen im 19. Jahrhundert gelebt und gearbeitet? Eine Frage, die die historische Forschung in der Regel mit Blick auf die Verhältnisse in Europa beantwortet hat. Inzwischen haben sich die Perspektiven gewandelt. Die Geschichte der Arbeit wurde gleichsam globalisiert. Heute wissen wir besser und systematischer Bescheid über die Arbeitsverhältnisse in Asien, Afrika und Lateinamerika, auch zu Lebzeiten von Friedrich Engels. Die ehemals eurozentrischen Pfade sind verlassen und ein neuer Blick auf die europäische Sozialgeschichte ist dabei gewonnen worden. Dies ist nicht zuletzt das Verdienst des Amsterdamer Historikers Marcel van der Linden mit seinem bahnbrechenden Standardwerk "Workers of the World". Zum Beginn der Reihe Engels200 nimmt er sein Publikum mit auf eine Reise in die globale Welt der Arbeit vor 200 Jahren.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

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Prof. Dr. Marcel Van der Linden 7.9.20 1* Mo: 19:30-21:00 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
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10-0501w@220
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Der Flug des Falken. Die frühen Jahre des Friedrich Engels

Lange Filmnacht

„Später gingen sie langsam, aneinandergeschmiegt, schweigend und staunend in Richtung der Stadt, wo die schwarzen Schlote in den Himmel ragten.“ Der letzte Satz in Walter Baumerts Roman „Der Flug des Falken“, der dem DDR-Spielfilm den Titel schenkte. Frederick und Mary (Burns), die Liebe seines Lebens, die Friedrich Engels so viele Impulse für seine Sicht der Welt schenkte. Die rebellische Jugend des frisch verliebten Engels setzt dieser Film so gekonnt in Szene, dass er über vier Stunden lang sein Publikum zu fesseln weiß.

Im November 1985 sendete das DDR-Fernsehen die erste Folge einer vierteiligen Spielfilmserie über das Leben des jungen Friedrich Engels. Erzählt wird die Geschichte des 18-jährigen Fabrikantensohnes, der 1839 das enge Tal der Wupper verlässt, um in der Freien und Hansestadt Bremen seine erste Stellung in der Handelsfirma von Konsul Leupold anzutreten. Engels genießt das Leben und die Liebe in der weltoffenen Hansestadt, schreibt unter Pseudonym (Oswald) Gedichte und politische Reportagen und entwickelt sich zum Parteigänger einer demokratischen Revolution, bevor es ihn schließlich nach Berlin zieht. Der Spielfilm -mit Jan Josef Liefers in der Rolle des Freundes Karl Leupold- basiert auf der Romanvorlage von Walter Baumert. Er erzählt von den widersprüchlichen Entwicklungsphasen eines jungen Multitalentes und dessen Auflehnung gegen den preußischen Obrigkeitsstaat und die sozialen Verwerfungen einer Schwellenzeit, die als Vormärz in die Geschichte einging. Die Bergische VHS zeigt dieses spannend unterhaltsame Filmdokument auf Großbildleinwand und am Stück in einer langen Filmnacht - mit Snacks und Getränken, versteht sich.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

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Alexander Kissing 12.9.20 1* Sa: 18:00-23:15 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
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A011
10-0502w@220
0.00 €
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Let´s work together. Marx & Engels - A Relationship

mit Prof. Gareth Stedman Jones (London)

2017 veröffentlichte der renommierte Londoner Historiker Gareth Stedman Jones eine ebenso voluminöse wie breit diskutierte Biografie zum 200. Geburtstag von Karl Marx. Indem er das Leben und Werk von Marx konsequent aus ihrem Kontext im 19. Jahrhundert beschreibt, gelang ihm eine faszinierend neue Deutung dieses epochalen Denkers. In einer Zeit des industriellen und politischen Umbruchs erscheint Marx als Zeitgenosse, der versucht, Antworten auf die neuen Herausforderungen zu finden. Antworten, von denen er nicht ahnen konnte, wie sehr sie die Welt verändern würden. Viele seiner bahnbrechenden Analysen verdankt er den Beobachtungen und Impulsen seines kongenialen Partners Friedrich Engels. Nicht wenige behaupten sogar, ohne Engels kein Marx. Gareth Stedman Jones zeigt die Eigenschaften und produktiven Fluchtpunkte einer besonderen, nicht nur intellektuellen Beziehung und führt damit mitten hinein in die Lebens- und Ideenwelten ab der Mitte des 19. Jahrhunderts. Vortrag und Diskussion in englischer Sprache, mit Handout und (teilweise) Übersetzung ins Deutsche.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
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Prof. Gareth Stedman Jones 21.9.20 1* Mo: 19:30-21:00 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
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10-0504w@220
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Arbeiter- und soziale Bewegung im 19. Jahrhundert in England und Deutschland

mit Prof. Stefan Berger (Bochum)

Die Herausbildung von Arbeiterparteien und Gewerkschaften zählt zu bedeutenden Entwicklungstrends des 19. Jahrhunderts in Europa. Stefan Berger, der Leiter des Instituts für soziale Bewegungen der Ruhr-Universität Bochum, untersucht in seinem Vortrag die Wurzeln dieses Prozesses in England und Deutschland. Wo liegen die Ursprünge der sozialen Bewegungen des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts im Allgemeinen und der Arbeiterbewegung im Besonderen? Welche Rolle spielten Marx und Engels, die ja viele Jahre in England lebten, für die britische und für die deutsche Entwicklung? Im Zentrum des Interesses steht dabei der Entwicklungsprozess der beiden großen Parteien der Arbeit, Sozialdemokratie und Labour Party. Was bedeutet die Durchsetzung des Marxismus in Deutschland für das Verhältnis von Kapitalismuskritik und Demokratieverständnis in der SPD? Wie sah das in der Labour Party aus, wo sich der Marxismus zunächst nicht durchsetzte? Wie hat sich dieses Verhältnis bis heute und im Vergleich gewandelt?

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

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Prof. Dr. Stefan Berger 28.9.20 1* Mo: 19:30-21:00 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
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10-0505w@220
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Wie Engels das "Kapital" von Marx vollendete

mit Prof. Rolf Hecker (Berlin)

Vor mehr als eineinhalb Jahrhunderten erschien der erste Band eines Buches von Karl Marx, das seither die Leser in seinen Bann gezogen hat. Sein Titel "Das Kapital. Die Kritik der politischen Ökonomie". Es gilt heute unbestritten als dessen Hauptwerk schlechthin. Wichtig zum besseren Verständnis dieses epochalen Werkes ist allerdings die Tatsache, dass Karl Marx es selbst nicht mehr vollenden konnte. Diese herausfordernde und komplexe Aufgabe hat nach dessen Tod sein Partner Friedrich Engels übernommen und konnte dabei nur sehr vereinzelt auf Anweisungen von Karl Marx zurückgreifen. Das brachte ihm anschließend nicht nur verdiente Anerkennung, sondern auch massive Kritik ein. Hat er Marx‘ Vorlagen richtig verstanden? Hat er ihn vielleicht sogar verfälscht? Rolf Hecker fasst noch einmal die Entstehungsgeschichte des "Kapitals" zusammen und berichtet über dessen Vollendung durch Friedrich Engels sowie die komplizierte Geschichte der Edition der Bände eines Buches, das die Welt wie kaum ein anderes beeinflusst hat.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
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Prof. Rolf Hecker 5.10.20 1* Mo: 19:30-21:00 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
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10-0506w@220
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Helden und Schurken

(Post-)heroismus von der Antike bis heute

In so manchem Feuilleton wird das Postheroische Zeitalter betont, in dem wir leben sollen. Heldenfiguren brauchen wir nicht mehr. Gleichzeitig zeigt uns das Blockbusterkino der letzten zehn Jahre, wie wichtig (Super-)Helden sind. Eine junge schwedische Frau wird zur Ikone einer ganzen Generation, ein alter weißer (oder orangefarbender) Mann wird zum Präsidenten gewählt und wird für die anderen zum Helden. Was aber ist ein Held und warum braucht man sie? Warum vielleicht doch nicht? Mit einem Blick auf die Geschichte der Helden will sich die Veranstaltung dem Thema nähern und Antworten finden.

Der Eintritt ist frei. Es gilt das Prinzip "Pay what you like." (=Zahle, was Du magst.)

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

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Heiko Schnickmann 8.10.20 1* Do: 19:00-20:30 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
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B220
10-0512w@220
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Schranken der Natur

Prof. Franz Brüggemeier (Essen) über Umwelt-und Naturverständnis im 19. Jahrhundert

Vor mehr als hundert Jahren erklärte der Ökonom Werner Sombart das zentrale Grundprinzip der Moderne: Dies sei nicht die Beherrschung oder die Unterwerfung der lebendigen Natur, sondern die Emanzipation von ihren Schranken. Noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts herrschte nämlich die biblische Vorstellung, dass der Mensch sich die Erde untertan machen sollte. Bis zu Industrialisierung waren diese Schranken allerdings nahezu überall spürbar und allgegenwärtig. Das hatte Konsequenzen. Der Umwelthistoriker Franz Brüggemeier zeichnet das Bild einer damals nachhaltig wirtschaftenden Gesellschaft vor 1800, deren Erfolg in direkter Abhängigkeit von der Natur steht. Für die Zeit nach der Jahrhundertwende stellt er einen fundamentalen Umbruch fest: Durch die Intensivierung der Landwirtschaft und den Einsatz von Düngern verbesserte sich schlagartig die Versorgungslage. Was war die Ursache für den Bruch zwischen einer organischen und hin zur industrialisierten Gesellschaft? Brüggemeier nennt insbesondere die Dampfkraft und den Ausbau des Eisenbahnnetzes, der die menschliche Vorstellung von Raum und Zeit künftig fundamental veränderte. Zeitgleich entstand mit der Chemie ein zukunftsweisender Industriezweig, der neue Handlungsmöglichkeiten eröffnet und zugleich erstmals und zwangsläufig ein Umweltbewusstsein entstehen ließ, das auch Friedrich Engels beeinflusste.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
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Prof. Dr. Dr. Franz Brüggemeier 9.11.20 1* Mo: 19:30-21:00 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
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10-0509w@220
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Die Geschichte der Klimaforschung

Jun. Prof. Dr. Dania Achermann (Uni Wuppertal) im Gespräch

Klimaforschung ist keine wissenschaftliche Disziplin, die erst mit den Folgen des Klimawandels auf den Plan getreten wäre. Ihre historischen Wurzeln reichen weit ins letzte Jahrhundert und darüber hinaus. Luftverschmutzung und Klimaveränderung stellen seit Ende des Zweiten Weltkrieges neue Herausforderungen an die sich rasant entwickelnden Klimawissenschaften, deren Forschungsmethoden sich ständig verändert und erweitert haben. Die Schweizer Historikerin und Juniorprofessorin der Bergischen Universität, Dr. Dania Achermann, beschäftigt sich u.a. mit der Geschichte der Klimaforschung und ihren Modellen und beschreibt in der Politischen Runde den Weg und Wandel von Klimakarten und zur Computersimulation und deren Bedeutung für die Diskussion über Folgen und Prognosen. Der Eintritt ist frei. Es gilt das Prinzip Pay what you like." (Zahle, was Du magst.)

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
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Prof. Dania Achermann 10.11.20 1* Di: 19:30-21:00 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
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A011
10-0519w@220
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Die Farbe Rot. Der Kommunismus und kein Ende der Geschichte ?

mit Dr. Gerd Koenen (Frankfurt)

Der Traum von einer Welt, in der alle Menschen Brüder und Schwestern werden, in der es weder Herren noch Knechte gibt, ist so alt wie die Menschheit selbst. Der Historiker Gerd Koenen erzählt in epischer Breite mit zahllosen Zitaten von Dichtern und Denkern diese Geschichte eines Menschheitstraums in seinem viel beachteten Buch „Die Farbe Rot“: ein Parforce-Ritt quer durch die Jahrhunderte. Bis zu dem Zeitpunkt, da im Oktober 1917 die Revolution in Russland den Kommunismus an die Macht bringt und die Utopie Wirklichkeit werden soll. Der Ausgang dieses Rendezvous des Kommunismus mit der Geschichte ist bekannt. Ist dessen Untergang und Niederlage im Konkurrenzkampf der Systeme gleichbedeutend mit dem Ende der Geschichte? Koenen schildert die Geschichte des Kommunismus, indem er Philosophen, Revolutionäre und Politiker zu Wort kommen lässt. Was sind die Ursachen für die Anziehungskraft der kommunistischen Idee? Seine Antworten machen deutlich, warum der Kampf um soziale Gerechtigkeit in einer Welt des Kapitalismus bis heute legitim und aktuell ist.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

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Dr. Gerd Koenen 16.11.20 1* Mo: 19:30-21:00 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
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Alles Konstruktion?

Das Zeitalter der Postmoderne

Wir leben in postmodernen Zeiten. Die Welt, wie wir sie kennen, sei keine feste Realität, alles sei konstruiert, heißt es. Egal ob Geschlecht, Ethnie oder Nation, alles sei von irgendwem irgendwann erfunden worden. Diese Realitäten müssten dekonstruiert und dann neu zusammengesetzt werden. Das sind Überlegungen von Denkern der Postmoderne, über die in der Veranstaltung informiert und (kritisch) nachgedacht werden soll. Gemeinsam wollen wir den Versuch unternehmen, die Postmoderne zu dekonstruieren.

Der Eintritt ist frei. Es gilt das Prinzip "Pay what you like." (=Zahle, was Du magst.)

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
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Heiko Schnickmann 3.12.20 1* Do: 19:00-20:30 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
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B220
10-0513w@220
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