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Inhaltsverzeichnis

Politik global

Wie lassen sich die Lebensgrundlagen in allen Teilen der Welt sichern, Entwicklung fördern, Krisen und Konflikte lösen? Welche Rolle spielt dabei das künftige Europa? Welche Auswirkungen haben unsere Gewohnheiten hier vor Ort für globale Entwicklungszusammenhänge? Wie wirken diese in unseren "globalisierten Alltag" zurück? Ein Blick über den "eigenen Tellerrand" hinaus in die Welt: globales Lernen.

Solingen

Kongo: Königreich, Kolonie, selbständige Nation

Die Demokratische Republik Kongo ist wie alle Staaten in Afrika tief geprägt von der Phase des Kolonialismus, der in diesem Land besonders brutale und eigentümliche Formen annahm. Viel ist in der westlichen Öffentlichkeit nicht darüber bekannt, schon gar nicht über die Zeit vor der Kolonialisierung. Dabei hatten Pygmäen- und Bantuvölker bereits im 14. Jahrhundert das Königreich Kongo gegründet, das jedoch in den folgenden Jahrhunderten in portugiesische Abhängigkeit geriet. Unter der Vorherrschaft der Portugiesen blühte insbesondere der afrikanische Sklavenhandel auf. Ab dem 17. Jahrhundert waren auch Niederländer und Briten an der Plünderung des Landes beteiligt, bis der belgische König Leopold II. nach der Kongokonferenz in Berlin 1884/85 gewissermaßen zum privaten Eigentümer des Landes aufstieg und eine brutale Herrschaft und Ausbeutung praktizierte. Nach der Unabhängigkeit 1960 war Patrice Lumumba der erste Ministerpräsident und fiel 1961 einem Mordkomplett westlicher Staaten zum Opfer. Es folgte die Diktatur seines ehemaligen Assistenten, des Kleptokraten Joseph Mobutu, gefolgt von Vater und Sohn Kabila. Das rohstoffreichste Land Afrikas, von 1971 bis 1997 in Zaire umbenannt, blieb arm und wird weiterhin von blutigen Konflikten und Einmischung von außen heimgesucht.

Als sogenanntes „Kongo-Kinshasa“ unterscheidet man das Land von „Kongo-Brazzaville“, der Republik Kongo und ehemaligen Kolonie Französisch-Kongo, und der angolanischen Exklave Cabinda, wie Portugiesisch-Kongo seit 1974 heißt.

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Steffen Hering 18.2.21 1* Do: 18:30-20:00 (SG-Mi) Mummstraße 10
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Die Osterweiterung der NATO: Transfer von Stabilität oder Bedrohung des Friedens?

Podiumsdiskussion in Kooperation mit dem DGB Solingen und dem Katholischen Bildungswerk

Der Beitritt der osteuropäischen Länder Polen, Tschechien und Ungarn zur NATO im Jahr 1999, gefolgt von 7 weiteren osteuropäischen Staaten im Jahr 2002, hat unterschiedliche und konträre Bewertungen erfahren. Die einen feiern den Beitritt als Zugewinn an Stabilität in Ostmitteleuropa und fordern angesichts militärischer Konflikte in der Ukraine (und Georgien), die NATO-Präsenz dort zu verstärken, bis hin zu einem Beitritt der Ukraine und Georgiens zum Bündnis. Andere kritisieren die Osterweiterung als Versuch der Einkreisung Russlands und als Politik eines neuen „Containments“ und sehen die Ursachen für die Verschlechterung des Verhältnisses Russlands zum Westen wesentlich begründet in der Osterweiterung, zumal damit eine Zusage an Gorbatschow in den Verhandlungen zur deutschen Einheit gebrochen worden sei.

Unbestritten ist, dass sich die Erwartungen auf eine friedliche Zusammenarbeit aller europäischen Staaten, die nach 1989/90 geäußert wurden, nicht erfüllt haben und eine neue Entspannungspolitik Not täte, um die politische Konfrontation zwischen Russland und den NATO-Staaten und die daraus folgende militärische Aufrüstung zu überwinden. Über die notwendigen Schritte und die unterschiedlichen Positionen hinsichtlich der Ursachen und Verantwortlichkeiten für die heutige Konfrontation diskutieren der Bundestagsabgeordnete Jürgen Hardt, außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Norman Paech, von 2005 bis 2009 außenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Die Linke, sowie Frank Knoche, Sprecher der grün-offenen Fraktion im Rat der Stadt Solingen. Es moderiert Corinna Schlechtriem.

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Corinna Schlechtriem 9.3.21 1* Di: 18:30-21:30 (SG-Mi) Mummstraße 10
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Die Europäische Union in der Krise

Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Wessels mit anschließender Podiumsdiskussion

Welche Rolle nehmen die Mitgliedstaaten der Europäischen Union bei der Überwindung von internationalen Herausforderungen ein? Wie wirken sich die politischen und wirtschaftlichen Folgen der Pandemie auf die Mitgliedstaaten aus? Wie ist das Krisenmanagement der Europäischen Union, insbesondere während der deutschen Ratspräsidentschaft, zu bewerten?

Auf dem Podium nehmen Platz:

Prof. Dr. Wessels, Direktor des Zentrums für Türkei- und EU-Studien (CETEUS) an der Universität zu Köln, davor Inhaber des dortigen Jean-Monnet-Lehrstuhls am Forschungsinstitut für Politische Wissenschaft und Europäische Fragen sowie Direktor des Instituts für Europäische Politik (IEP) und des Political and administrative Departments am College of Europe in Brügge.

Gabriele Tetzner, stellvertretende Landesvorsitzende der Europa-Union NRW

Gabriele Racka-Watzlawek, Vorsitzende im Kreisverband Solingen der Europa-Union

Moderation: Harun Suratli, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Türkei- und EU-Studien (CETEUS), Universität zu Köln.

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Harun Suratli 2.6.21 1* Mi: 18:30-20:45 (SG-Mi) Mummstraße 10
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